| Konzeption |
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Sportstacking als ganzjährige Arbeitsgemeinschaft 1. Lehrinhalte Phase 1: Schulinterne Lehrerfortbildung Dauer: 1 * 4 (Schul-) Stunden Diese Fortbildung schafft die Grundlage, das Sportstacking an der Schule nach Beendigung der Maßnahme zu einem festen Bestandteil werden zu lassen. Die Lehrkräfte werden im Vorfeld der Maßnahme in den grundlegenden Bewegungsabläufen geschult und über die allgemeinen Ziele in Kenntnis gesetzt und mit ihnen ggf. abgestimmt. In der vierstündigen Fortbildung werden die Grundlagen und die Wettkampfregularien vermittelt. Nach dieser Lehrerfortbildung sollte die weiterführende Maßnahme von ein oder zwei Lehrkräften begleitet wird. Dadurch wird gewährleistet, dass die Didaktik des Stackens den Lehrkräften verdeutlicht wird, sowie die Transfermöglichkeiten zu vielen anderen Bereichen des Schulbetriebes vorangetrieben werden. Phase 2: Grundlagen Dauer: 8 * 2 (Schul-) Stunden Inhalt: Im ersten Block lernen die Schüler die Sportstacking Grundlagen. Es werden die einzelnen Wettkampfdisziplinen „3-3-3“, „3-6-3“ und der „Cycle“ erlernt. Der Schwerpunkt hierbei liegt im nachhaltigen Erlernen und Festigen der Bewegungsabläufe. Hier kann differenziert auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schüler eingegangen werden. Transferleistung: Der Einstieg in die Welt des Sportstackings ist ein denkbar einfacher. Jeder (!) Schüler kann Sportstacking - garantiert. Die Grundlagen sind sehr schnell erlernt, wodurch die Schüler ein wichtiges Erfolgserlebnis gleich zu Beginn der Maßnahme haben. Und eigener persönlicher Erfolg ist der Grundstein für jedwede Motivation. Weitere Grundlage ist der Einsatz beider Hände. Die meisten Menschen sind einseitig dominiert – rechts- oder linkshändig. Beim Sportstacking werden beide Hände in gleichem Maße beansprucht – ähnlich wie beim Spielen eines Instrumentes. Die „schlechtere“ Hand wird dadurch reaktiviert. Die Geschwindigkeit, wie gestackt wird, kann jeder Schüler selber bestimmen, weshalb keinerlei Überforderung stattfindet. Durch den immer wieder kehrenden, gleichförmigen Bewegungsablauf werden die Kinder sicherer, machen weniger Fehler. Transfer:
Phase 3: Sportstacking als Wettkampf-Sportart Dauer: 8 * 2 (Schul-) Stunden Inhalt: Die Schüler werden im Umgang mit der Sportstacking-Stoppuhr eingewiesen und mit den Regularien von Wettkämpfen vertraut gemacht. Außerdem werden als weitere Wettkampfdisziplinen „Staffel“ und „Doppel“ gelernt. Ziel des Kurses ist das Vertiefen der Grundlagen und die Basis für schnelles Stacken zu bilden. Die Ausarbeitung der Technik steht hierbei im Vordergrund. Transferleistung: Das Einführen der Stoppuhr ist ein entscheidendes Moment. Hatte man in der 1. Phase zur Orientierung die anderen Schüler, wird jetzt die eigene Leistung durch ein „neutrales“ Instrument messbar und vergleichbar gemacht. Es wird die intrinsische Motivation gefördert, die Schüler wollen an ihre Leistungsgrenzen gehen und sie nach Möglichkeit übertreffen. In der Anfangsphase ist immer bei jedem (!) eine enorme Leistungssteigerung zu verzeichnen. Die beiden neuen Disziplinen Staffel und Doppel zielen auf die Förderung der sozialen Kompetenz ab. Bei diesen Teamdisziplinen lernen die Kinder, dass man als Team nur dann gut ist, wenn man zusammenhält, sich gegenseitig aufbaut, den anderen auffängt, wenn er „stolpert“. Transfer:
Phase 4: mentales Training und Schnelligkeit Dauer: 14 * 2 (Schul-) Stunden Inhalt: Das Hauptaugenmerk in dieser Phase liegt bei der Schnelligkeit und der Bewegungssicherheit. Diese im Wettkampf punktgenau abrufen zu können, ist das erklärte Ziel. Die Kinder lernen, unter Stress locker und trotzdem konzentriert zu bleiben. Es werden Geduld und Frustrationstoleranz trainiert, ohne überstrapaziert zu werden. Spaß ist und bleibt die beste Motivation. Transferleistung: Dieser Block ist der entscheidende bei der gesamten Maßnahme. Beim Sportstacking ist mentale Stärke das A und O, sie entscheidet über Erfolg und Misserfolg, sei es im Wettkampf oder bei einer Schulaufführung. Ziel ist es, Nervosität und Anspannung in Konzentration und Schnelligkeit zu übersetzen. Die Leistung sollte immer und jederzeit abrufbar sein. Ein wichtiger Aspekt zum Erreichen dieses Zieles ist es, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Es liegt an jedem selber, ob er das Ziel erreicht oder nicht. Die begangenen Fehler (Becher fällt um, man stolpert, ein Fehlgriff…) zu akzeptieren und als Motivationsmöglichkeit zu erkennen, sind wichtige Meilensteine bei dieser Maßnahme. Transfer:
Alle Lehrinhalte werden auf spielerische Art und Weise den Schüler vermittelt. Am Ende einer jeden Phase steht ein Ziel, auf das gemeinsam hingearbeitet wird. In der ersten Phase ist es beispielsweise ein Schulvergleichswettkampf, in der zweiten Phase ein regulärer Wettkampf (oberfränkische Meisterschaft oder evtl. sogar überregional), in der dritten Phase das Einstudieren einer kleinen Präsentation für eine Schulaufführung. Parallel dazu werden ab der zweiten Phase in regelmäßigen Abständen „offizielle“ Zeitmessungen durchgeführt. Dadurch wird der Fortschritt der einzelnen Schüler kenntlich gemacht. Dies wird durch eine individuelle Zielvorgabe motivationstechnisch verstärkt. |