| 1. integrativer Schulwettkampf |
|
Seit einigen Wochen ist die Stacking School am Heilpädagogischen Zentrum aktiv, wo mit geistig- und körperlich behinderten Kindern als therapiebegleitende Maßnahme das Sportstacking gelehrt wird. Anfangs war allein der Bewegungsförderungsgedanke im Vordergrund gestanden. Schnell wurde uns allerdings klar, dassdie Kinder weitaus mehr machen können und auch wollen. Und so war der Gedanke geboren, einen gemeinsamen Wettkampf mit denanderen Schulen durchzuführen, an denen aktuell Arbeitsgemeinschaften laufen. Die große Aufgabe bestand darin, die sehr hohen Leistungsunterschiededer Kinder in den Wettkämpfen so auszugleichen, dass ein einigermaßen fairer Wettkampf zustande kam und keine der Mannschaft übervorteilt wurde. Es wurden drei Spiele konzipiert, die diesen Anforderungen gerecht wurden: Die Super Pyramide Bei diesem Spiel müssen 80 Becher über eine Menschenkette zum "Bauplatz" transport werden, an dem zwei Baumeister einen möglichst hohen Turm errichten sollen. Es darf immer nur ein Becher gleichzeitig in der Hand gehalten werden. Für das Bauen hatten die Kinder 2 Minuten Zeit, die Kinder vom HPZ erhielten einen Bonus von 1 Minute. Am Ende ist die Höhe des Turms ausschlaggebend, bei Gleichstand die Anzahl der verbauten Becher. Blitz Staffel Hier muss ein Parcours insgesamt 10 mal durchlaufen werden.Für jede Mannschaftsind auf einem Tischdrei Aufgaben zu bewältigen. Die guten Kinder mussten zuerst mit 9 gelben Bechern die Disziplin 3-3-3 stacken, danach mit 12 orangenen 3-6-3 und dann mit 12 roten 6-6. Die Staffeln der Kinder vom HPZ bekamen bei diesem Spiel etwas leichetere, individuelle Aufgaben. Turbo Uno Dieses Spiel ist an das beliebte Kinderspiel "UNO" angelehnt. Jeder Mannschaft steht wieder ein Tisch zur Verfügung, auf dem sich gelbe, orange und rote Becher befinden und ein bunter Turm mit 6 Bechern (der als Punktezähler fungiert). Ein Schiedsrichter zieht aus einem Beutel einen Becher, der entweder gelb, orange oder rot ist. Je nachdem, welche Farbe der Becher hat, muss der erste in der Mannschaft zum Tisch rennen und die entsprechende Aufgabe stacken. Die guten Kinder müssen bei gelb 3-3-3 stacken, bei orange 3-6-3 und bei rot die Koönigsdisziplin Cycle; die Kinder vom HPZ bekamen entsprechend leichtere Aufgaben, die vom zeitlichen Umfang her aber ähnlich waren. Die jeweils schnellste Mannschaft verliert einen von seinen ursprünglichen sechs Bechern. Wenn eine Mannschaft nur noch einen Becher hat, muss sie laut UNO rufen. Wer als erster keinen Becher mehr hat, ist Sieger.
Am 20. Mai fanden sich insgesamt 137 Schüler aus neun Schulen in der Turnhalle des Heilpädagogischen Zentrums ein, um sich beim ersten integrativen Schulwettkampf gemeinsam zu messen. Folgende Schulen haben an dem Wettkampf teilgneommen: Albert-Schweitzer-Schule Dietrich-Bonhoeffer-Schule (mit zwei Mannschaften) Meyernberger Schule Lerchenbühlschule Jean-Paul-Schule Grundschule St. Georgen Montessorie Schule Heilpädagogisches Zentrum (mit zwei Mannschaften) Graserschule Die Aufregung warwie immer bei solchen Wettkämpfen enorm. UnddieTurnhalle verwandelte sich schon bald in einen richtigen Hexenkessel. Schon beim ersten Spiel konnte man schnell erkennen, wie die Nervosität manche Kinder im Griff hatte. Mit zittrigen Händen versuchten sie, eine möglichst hohe Pyramide zu bauen, höher als die der anderen Mannschaften. Daentstanden Gebilde, diejeglicher Statik spottend sich gegen die Hallendecke reckten. Andere wiederumkamen über die fünfte Reihe nicht hinaus und stürzten immer wieder ein.Echt dramatische Szenen spielten sich hier ab. Ebenso bei der Blitz Staffel,bei der immer fünf Mannschaftengleichzeitig gegeneinander antraten. Da purzelten Becher, sicher geglaubte Pyramiden stürzten ein und verteilten sich auf dem Hallenboden und verschafften so den anderen Mannschaften den notwendigen zeitlichen Vorsprung. Ein wildes Angefeuer setzte ein undverschärfte natürlich noch mehr den Druck auf die aktuell stapelnden Stacker. Aber alle haben diese Aufgabe prima gemeistert undein großes Lob an diejenigen, die als letzter den kompletten Durchgang zu Ende gestapelt haben! Beim Turbo Uno letztendlich galt es, seinen direkten Konkurrenten im Griff zuhalten.Ein Fehlgriff und der vermeintlich sicher geglaubte Punktwar dahin. Dieses Spiel ist von allen das ansprusvollste gewesen und hat von den Stackern höchste Konzentration abverlangt. Während des ganzen Turniers herrschte eine unglaublich ausgelassene Stimmung und ein faieres Miteinander, obwohl jede Mannschaft natürlich fürihre Schule einen der begehrten Pokale erringen wollte. Hier nun das amtliche Endergebnis: Super Pyramide: 1. Platz Jean Paul Schule 2. Platz Heilpädagogisches Zentrum (die großen) 3. Platz Meyernberger Schule 4. Platz Albert-Schweitzer-Schule Blitz Staffel: 1. Platz Heilpädagogisches Zentrum (die kleinen) 2. Platz Heilpädagogisches Zentrum (die großen) 3. Platz Jean Paul Schule 4. Platz Meyernberger Schule Turbo Uno: 1. Platz Jean Paul Schule 2. Platz Lerchenbühlschule 3. Platz Heilpädagogisches Zentrum (die kleinen) 4. Platz Dietrich Bonhoeffer Schule (4. Klasse) Nach knapp zwei Stunden war der Spuk vorbei, alle Pokale waren vergeben, die Turnhalle wieder aufgeräumt und alle Kinder und Fans nach Hause zum weiteren Training entlassen. Ein wirklich tolles und ereignisreiches Turnier liegt hinter uns und schreit eindeutig nach Wiederholung. Und die wird es geben und zwar an unserem großen oberfränikischen Work.on Cup am 18. Juli in der Family World in Bindlach. Vielleicht gehört der nächste Pokal ja DIR!
STACK ON - Go for GOLD!
|